Entlastung Angehöriger

 

Freizeit wieder geniessen können

Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI

Seit dem 1. Januar 2017 erhalten Personen, die einen Pflegegrad (I – V) haben, einheitlich € 125,- monatlich für Entlastungsleistungen (gem. § 45b SGB XI). Hierfür können wir Sie oder Ihre / Ihren pflegebedürftigen Angehörigen beispielsweise im Haushalt unterstützen. 

Sie können diesen Entlastungsbetrag rückwirkend geltend machen und zwar noch ab 2015 bis Ende 2018!!! Falls Sie oder Ihr Angehöriger die Entlastungsleistungen noch nicht in Anspruch genommen haben, empfehlen wir Ihnen, dass Sie bei Ihrer Pflegekasse nachfragen, wieviel sich seit 2015 (falls zu diesem Zeitpunkt bereits einen Pflegestufe vorlag) von dem Entlastungsbetrag angespart hat. Gerne beraten wir Sie auch hierzu.

Bitte bedenken Sie – die ab 2015 angesparten Beträge für die Entlastungsleistungen werden Ende 2018 verfallen!!!

Verhinderungspflege

Die häusliche Pflege und Betreuung ruht noch immer sehr stark auf den Schultern pflegender Angehöriger.
Das Pflegegeld ist letztlich kein Ersatz für entgangene Lebensqualität und -freude.
Kurzzeitiges Kräftetanken durch schöne Erlebnisse ist immer weniger möglich.
Kino- oder Theaterbesuche setzen lange Planungszeiten voraus, die Spontanität geht verloren.

Die Kurzzeitpflege in einem Heim reißt pflegebedürftige Familienangehörige aus dem vertrauten Umfeld,
die Folge ist dabei oft ein Zustand der Unsicherheit und der Verwirrung.

Das muss nicht immer so sein. Über die Verhinderungspflege haben pflegende Angehörige einen Anspruch darauf. Besteht eine Pflegegrad, können Sie verreisen und die Pflegekasse übernimmt die Pflegekosten bis zu 1.550,- Euro im Jahr. Die Urlaubszeit steht vor der Tür, wir möchten Ihnen unbelastete Stunden oder Tage ermöglichen und bieten Ihnen die komplette Betreuung und Versorgung Ihrer Angehörigen über unser Programm der ambulanten Kurzbetreuung im gewohnten Umfeld an.

Der Fall der Verhinderungspflege:

Er tritt ein, wenn die Pflegeperson wegen Erholungsurlaubes oder aus anderen Gründen an der Pflege verhindert ist. In diesem Fall kann die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalenderjahr (wenn die Pflege acht oder mehr Stunden am Tag beträgt) übernehmen, wenn die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der Verhinderung mindestens 6 Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat.

Bei weniger als acht Stunden Pflege pro Tag kann die Verhinderungspflege auch stundenweise abgerechnet werden. Dann gelten auch nicht die 28 Tage als Bezugsdauer.