Strukturierte Einarbeitung, ein starkes Team und echte Entwicklungschancen – ein Blick hinter die Kulissen bei Zwick
Im ersten Teil unserer Interviewreihe zum Quereinstieg in die Pflege hat Alexandra Schneider berichtet, wie sie den Sprung vom Einzelhandel in die ambulante Pflege gewagt hat – und warum sie diesen Schritt keine Sekunde bereut.
Doch ein Quereinstieg in die Pflege gelingt nicht allein durch den Mut zum Wechsel, ebenso wichtig ist die Unterstützung durch den Arbeitgeber – zum Beispiel durch eine strukturierte Einarbeitung, ein Team, das QuereinsteigerInnen integriert und die Möglichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln.
Wie das beim Pflege- und Beratungszentrum Zwick konkret aussieht, erklärt Ronny Schmidt, stellvertretender Pflegedienstleiter, im zweiten Teil unserer Interviewreihe zum Quereinstieg in die Pflege. Er gibt Einblicke, wie QuereinsteigerInnen bei Zwick eingearbeitet werden, welche Voraussetzungen sie mitbringen sollten – und warum gerade sie oft einen echten Mehrwert ins Team einbringen.
Welche Erfahrungen haben Sie bisher bei Zwick mit einem Quereinstieg in die Pflege gemacht?
Ronny Schmidt: „Unsere Erfahrungen mit QuereinsteigerInnen sind durchweg positiv. Sie bringen sowohl in fachlicher als auch in kultureller Hinsicht neue Perspektiven ins Team ein, z.B. stellen sie vor ihrem eigenen Erfahrungshintergrund bestehende Abläufe in Frage. Durch diese Reflektion bekommen wir wertvolle neue Impulse und werden angehalten, mal aus einer ganz neuen Perspektive auf die Dinge zu schauen, das kann sehr bereichernd sein.
Alexandra Schneider ist da ein gutes Beispiel: Sie kommt aus dem Einzelhandel und hat dadurch ein besonders feines Gespür für den Umgang mit Menschen entwickelt – eine Fähigkeit, die in der Pflege enorm wertvoll ist. Zudem ist sie es gewohnt, Abläufe zu optimieren und setzt das auch in ihrem Pflegealltag um.“
Gibt es Branchen, aus denen QuereinsteigerInnen schwerpunktmäßig in die Pflege wechseln?
Ronny Schmidt: „Nein, eigentlich nicht, die Bandbreite ist groß. Wir bekommen Bewerbungen aus allen möglichen Bereichen: vom Metallbau über soziale Berufe und dem Einzelhandel bis hin zur Logistik. Der Quereinstieg in die Pflege gelingt aus nahezu jedem Beruf, Vorkenntnisse sind dabei keine Voraussetzung.“
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften sind hilfreich für einen Quereinstieg in die Pflege?
Ronny Schmidt: „Pflege ist eine sehr facettenreiche Aufgabe, genauso vielfältig sind die Eigenschaften, die hilfreich sind. An erster Stelle stehen aus meiner Sicht Empathie und Einfühlungsvermögen, das sind absolute Grundvoraussetzungen. Dazu kommen Geduld und eine gute Kommunikationsfähigkeit, beides ist im Umgang mit älteren Menschen unverzichtbar – ebenso wie Respekt und Freundlichkeit.
Wichtig sind darüber hinaus Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Unsere KundInnen müssen sich vollkommen auf ihre Pflegekräfte verlassen können. Und dann ist da noch die Beobachtungsgabe, d.h. Veränderungen bei den KundInnen frühzeitig zu erkennen. Egal, ob es um eine Verbesserung oder Verschlechterung von Fähigkeiten geht, es ist wichtig, diese Veränderungen zu dokumentieren, damit die Pflege entsprechend angepasst werden kann. Das läuft bei uns über den digitalisierten Pflegebericht, den unsere Pflegekräfte erstellen und der direkt an die Pflegedienstleitung geht.
Und nicht zuletzt ist Teamfähigkeit eine sehr wichtige Eigenschaft. Im Zwick-Pflegeteam arbeiten wir täglich eng zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Nach den Touren tauschen wir uns aus, besprechen Veränderungen und wichtige Infos zu unseren KundInnen, denn die Teams wechseln je nach Schicht. In dieses Teamgefüge muss man sich integrieren können und wollen.“
Wie begleiten Sie QuereinsteigerInnen während der ersten Wochen und Monate?
Ronny Schmidt: „Die Begleitung gestalten wir sehr individuell und geben allen die Zeit, die sie brauchen. Wir haben einen umfassenden Einarbeitungsplan, der alle relevanten Themen abdeckt. Unsere QuereinsteigerInnen haben feste AnsprechpartnerInnen bei uns im Pflegedienst, an die sie sich jederzeit wenden können – darüber hinaus steht ihnen auch das gesamte Zwick-Team zur Seite.
Am ersten Tag steht zunächst das Ankommen bei Zwick im Mittelpunkt. Unsere QuereinsteigerInnen lernen das gesamte Team kennen, erhalten ihre Arbeitsausstattung, inklusive einer Einarbeitungsmappe, und können sich einen ersten Überblick verschaffen. Auch unser Qualitätsmanagement spielt an diesem Tag eine wichtige Rolle, da erste Einweisungen und kurze Schulungen stattfinden. Darüber hinaus bleibt ausreichend Zeit, um erste Gespräche mit dem Team zu führen, das Arbeitshandy einzurichten und einen Blick in unseren digitalen Pflegecampus zu werfen, wo sie Kurzvideos zu verschiedenen Schulungsinhalten finden.
Am zweiten Tag geht es dann auf Tour – jeweils abgestimmt darauf, wie und wann die neuen KollegInnen arbeiten können. Für Eltern jüngerer Kinder bieten wir zum Beispiel spezielle Elterntouren an, die sich an Kindergarten- bzw. Schulzeiten orientieren.
Für jede Tour legen wir ein individuelles Tagesziel fest. Zuerst beobachten unsere QuereinsteigerInnen ihre KollegInnen bei der Arbeit, nach und nach übernehmen sie dann Aufgaben selbstständig. Am nächsten Tag besprechen wir gemeinsam, was auf der Tour erreicht wurde, ob Fragen offen sind, und wir legen das Ziel für die nächste Tour fest. So lernen alle QuereinsteigerInnen in ihrem individuellen Tempo und entwickeln sich Tag für Tag weiter.“
Welche fachlichen Inhalte und Aufgaben erwarten die QuereinsteigerInnen in der ambulanten Pflege?
Ronny Schmidt: „Die Aufgaben sind sehr vielfältig, abhängig vom jeweiligen Kunden und den individuellen Bedürfnissen. Dazu gehören die Grundlagen der Körperpflege, Unterstützung beim Essen und Trinken, Mobilisation, Händehygiene, Infektionsschutz, Beobachten und Dokumentieren von Veränderungen bei unseren KundInnen, Sturz-Prophylaxe, Kompressionsstrümpfe an- und ausziehen und vieles mehr.
Im Rahmen ihrer Einarbeitung absolvieren unsere QuereinsteigerInnen zudem verschiedene Pflichtschulungen, u.a. zum Thema Hygiene, Daten- und Arbeitsschutz sowie zur digitalen Pflegedokumentation. Darüber hinaus gibt es Schulungen zur fachlichen Weiterbildung, z.B. zu den Themen Demenz oder Palliativpflege.
Nach erfolgreich abgeschlossener Einarbeitung übernehmen die QuereinsteigerInnen selbständig die Aufgaben und Touren, das bedeutet, sie führen z.B. eigenständig die Grundpflege durch, messen Vitalwerte, unterstützen bei der Medikamentengabe und dokumentieren ihre Pflege.“
Welche Rolle spielt das Zwick Team bei der Einarbeitung?
Ronny Schmidt: „Eine zentrale Rolle. Die meisten ihrer Aufgaben lernen unsere QuereinsteigerInnen praktisch – direkt auf den Touren, gezeigt von erfahrenen KollegInnen. Unser Team ist die erste Anlaufstelle für alle Fragen. Bei uns gilt: lieber einmal mehr fragen als zu wenig – bis wirklich alles sitzt.
Viele unserer TeamkollegInnen kommen morgens 15 Minuten früher ins Büro, um sich kurz auszutauschen – dieser Austausch stärkt nicht nur den Zusammenhalt, sondern erleichtert es neuen KollegInnen, bei uns anzukommen.“
Welche Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für QuereinsteigerInnen?
Ronny Schmidt: „Wer motiviert ist, hat bei uns viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Eine Option ist die einjährige Ausbildung zur Altenpflegehilfe mit staatlicher Abschlussprüfung. Wer danach noch weiterkommen möchte, kann die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann anschließen – und sich später spezialisieren, z.B. in Richtung Praxisanleitung, Wundmanagement oder Teamleitung.
Ein schönes Beispiel für eine erfolgreiche Weiterentwicklung nach dem Quereinstieg in die Pflege ist unser Kollege Vincent Bock. Er ist bei uns als Quereinsteiger gestartet und beginnt im Sommer seine einjährige Ausbildung zur Altenpflegehilfe. In der Pflege hat er eine Aufgabe gefunden, die ihn wirklich begeistert – und im Umgang mit unseren KundInnen macht er das großartig. Gemeinsam mit Alexandra Schneider hat er ein kleines Video gedreht, das Einblicke in ihren Arbeitsalltag gibt – definitiv sehenswert!“
Was würden Sie Menschen, die sich für einen Quereinstieg in die Pflege interessieren, mit auf den Weg geben?
Ronny Schmidt: „Seid offen für Neues, und traut euch, den Schritt zu wagen – es gibt so viel zu entdecken. Für viele ist es der Beginn einer erfüllenden beruflichen Zukunft.
Habt dabei vor allem Geduld mit euch selbst: nicht alles funktioniert sofort, und das muss auch gar nicht sein. Was ihr aus eurem bisherigen Berufsleben mitbringt, ist wertvoll – für euch genauso wie für das Pflegeteam. Jede Quereinsteigerin und jeder Quereinsteiger bereichert unser Team auf eine individuelle Art.
Geht offen an neue Aufgaben heran, fragt, so viel ihr wollt, und schaut in Ruhe, ob es passt. Der Umgang mit unseren KundInnen, die Arbeit im Team, die gemeinsamen Team-Events – bei Zwick kann aus einem Quereinstieg in die Pflege eine echte berufliche Heimat werden!“
Welche Möglichkeiten gibt es, in den Pflegeberuf bei Zwick mal reinzuschnuppern?
Ronny Schmidt: „Reinschnuppern geht bei uns jederzeit – ob für einen Tag oder gleich mehrere Wochen. Dafür bieten wir verschiedene Formate an: ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Praktika oder den Girls‘ and Boys‘ Day – je nachdem, wie tief jemand Einblicke in den Pflegeberuf bekommen möchte.
Bei Zwick hat man zudem die Möglichkeit, unterschiedliche Bereiche kennenlernen – von der ambulanten Pflege über die Hauswirtschaft (team aktiv) bis hin zu den von uns betreuten Demenz-Wohngemeinschaften. Wer Lust hat, bei uns den Pflegeberuf näher kennenzulernen, kann sich jederzeit einfach melden – wir freuen uns über BewerberInnen, die Interesse an einem Quereinstieg in die Pflege haben!“
Möchtest Du mehr über uns und Deine Einstiegsmöglichkeiten bei Zwick erfahren?
Ruf‘ uns gerne an (0 45 32 – 20 47 37) oder schreib‘ uns eine kurze Nachricht (bewerbung@pflegedienst-bargteheide.de) – wir freuen uns auf Dich!