Zwischen Wetterwarnung und Organisation der Pflegetouren
In den letzten Tagen war das Wetter bei uns im Norden geprägt durch dicke Schneedecken, vereiste Straßen und zum Teil Unwetterwarnungen. Das hat uns allen vor Augen geführt, wie schnell extreme Wetterbedingungen uns im Alltag ausbremsen können – insbesondere in Hinsicht auf unsere ambulanten Pflegetouren.
In der ambulanten Pflege bedeuten diese wetterbedingten Herausforderungen weit mehr als verspätete Termine oder erschwerte Wege, denn unsere Kundinnen und Kunden sind auf Unterstützung zu Hause sowie bei der Medikamentengabe angewiesen.
Ambulante Pflegetouren sicherstellen bedeutet planen statt abwarten
Aufgrund der angekündigten Unwetterlage war schnell klar, dass wir einen detaillierten Notfallplan für unsere ambulanten Pflegetouren benötigen, falls sich die Wetterbedingungen wie vorhergesagt weiter zuspitzen sollten. Dabei ging es um verschiedene Fragen:
- Wie können wir die ambulante Pflege unserer Kunden sicherstellen?
- Wer kann aus dem Kreis der Angehörigen, Freunden oder Nachbarn eventuell unterstützen und einspringen?
- Wer benötigt zwingend Hilfe durch unser Pflegeteam und wie können wir diese auch bei extremen Wetterbedingungen sicherstellen?
- Welche unserer Pflegekräfte wohnen in der Nähe und können Pflegetätigkeiten übernehmen?
- Falls Straßen nicht mehr passierbar sein sollten oder unsere Pflegekräfte mit dem Auto stecken bleiben, ob und wie können wir mit den Einsatzkräften der Feuerwehr zusammenarbeiten?
Viele Fragen, die viele Anrufe und Abstimmungen erforderlich gemacht haben. Unser Pflegeteam hat sich daher frühzeitig mit Angehörigen, Pflegekräften und der Feuerwehr, die bei extremen Wetterlagen verbunden mit konkreten Gefährdungslagen zuständig ist, ausgetauscht und Pläne erarbeitet, um die Versorgung unserer Kunden durch unser ambulanten Pflegetouren sicherzustellen.
Ein starkes Netzwerk kann viel bewirken
In dieser Situation hat sich gezeigt, dass wir uns auf ein tolles Team und ein ebenso großartiges Netzwerk verlassen können. Mit vereinten Kräften haben wir einen Notfallplan für unsere ambulanten Pflegetouren erarbeitet, der uns allen die Sicherheit gegeben hat, dass wir im Notfall schnell und abgestimmt handeln können.
Soweit möglich, haben wir die Pflegetouren auf ein Minimum reduziert, denn als Arbeitgeber sind wir ebenso in der Verantwortung, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen. Zudem standen die Eltern aus unseren Teams – so wie viele andere auch – vor der Herausforderung, dass Kitas und Schulen geschlossen blieben. In dieser Situation kurzfristig eine alternative Betreuung zu finden, war eine zusätzliche Herausforderung bei der Planung.
Viele unsere Kundinnen und Kunden haben Unterstützung von ihrer Familie, Nachbarn und Freunden erhalten – dafür bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich!
Ambulante Pflegetouren trotz Schnee und Eis
Einige ambulante Pflegetouren haben trotz der schwierigen Wetterbedingungen stattgefunden, so wie auch die Tour unserer Pflegekraft Marleen Hamdorf. Am 9. Januar, an dem es eine Unwetterwarnung für unsere Region gab, wurde sie bei ihrer Pflegetour von einem Kamerateam des NDR begleitet.
Dieser kleine Einblick in unseren Pflegealltag bei Schnee und Eis zeigt, welchen Einsatz unser Team auch bei extremen Wetterbedingungen bringt – und dafür sind wir wirklich dankbar!
Zum NDR-Beitrag „Bargteheide: Mobiler Pflegedienst trotzt Sturm und Schnee“
Unsere Kollegin, Marleen Hamdorf, hat mit einem Augenzwinkern berichtet, dass sie „gefühlt hundertmal“ ins Auto ein- und aussteigen musste, bis das Kamerateam mit der Szene zufrieden war. Eine Herausforderung, mit der sie an diesem Tag sicher nicht gerechnet hat, die sie aber auch spielend gemeistert hat.
Entwarnung – und spürbare Erleichterung
Das erwartete Unwetter blieb zum Glück aus, die Wetterbedingungen waren zwar schwierig, aber beherrschbar. Was bleibt, ist die Erkenntnis, wie wichtig vorausschauende Planung, gute Kommunikation und verlässliche Netzwerke sind.
Extreme Wetterlagen stellen ambulante Pflegedienste vor enorme Herausforderungen – organisatorisch und emotional. Dass wir diese Tage dennoch gut gemeistert haben, ist dem Engagement unserer Pflegekräfte, der Unterstützung der Angehörigen und der Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften zu verdanken. Auch wenn die Bedingungen alles andere als einfach sind, können wir viel erreichen, wenn wir füreinander da sind. Danke an alle Beteiligten!