Pflegefachkraft ist ein vielseitiger Beruf, der spannende Chancen und Möglichkeiten bietet. Doch wie geht es nach erfolgreicher Ausbildung zur Pflegefachkraft weiter? Die Werdegänge sind so individuell wie die Menschen und ihre jeweiligen Stärken – von der fachlichen Spezialisierung bis zur Übernahme von Verantwortung in Leistungspositionen stehen den Pflegefachkräften viele Möglichkeiten offen. Im Rahmen unserer 3-teiligen Interviewreihe „Ausbildung zur Pflegefachkraft“ zeigen wir anhand der Beispiele von drei Pflegefachkräften die unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten im Pflegeberuf auf.
Im 1. Teil unserer Interviewreihe gibt Inga Jäntges Einblicke in die Praxisanleitung während der Ausbildung zur Pflegefachkraft. Sie zeigt auf, welche Chancen und Möglichkeiten sich im Anschluss bieten und was Zwick bei der Ausbildung zur Pflegefachkraft von anderen Arbeitgebern unterscheidet.
Im 2. Teil berichtet Ayleen Federow über ihren Werdegang vom Praktikum über die Ausbildung zur Pflegefachkraft bis zu ihrer Festanstellung im ambulanten Pflegedienst bei Zwick – und sie gibt Einblicke, warum sie sich immer wieder für eine Ausbildung bei Zwick entscheiden würde.
Felicia Schmidt berichtet im 3. Teil, wie ihre Ausbildung zur Altenpflegerin die Grundlage für ihren beruflichen Weg und ihre Karriere in der Pflege geschaffen hat. Heute leitet sie das Team in der Demenz-WG in Basthorst.
Teil III: Felicia Schmidt – von der Auszubildenden zur Teamleitung
„Bei Zwick konnte ich mich voll auf meine Ausbildung konzentrieren und wurde jederzeit unterstützt.“
Warum haben Sie sich für eine Ausbildung in der Pflege entschieden?
Felicia Schmidt: „Der Pflegeberuf hat mich schon immer interessiert. Meine Schwester hat ihren beruflichen Weg in der Pflege gestartet, daher habe ich über sie erste Einblicke in den Pflegeberuf bekommen. Ich habe mich zunächst für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) entschieden, um zu schauen, ob der Beruf der Pflegefachkraft zu mir passt – und das hat er. Danach habe ich mich für die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin entschieden.“
Wie sieht Ihr beruflicher Werdegang in der Pflege aus?
Felicia Schmidt: „Um die Ausbildung starten zu können, habe ich 2010 zunächst als Pflegehelferin bei Zwick begonnen. Zwei Jahre später habe ich dann meine Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen. Nach Abschluss meiner Ausbildung bin ich anfangs in der ambulanten Pflege bei Zwick geblieben, weil ich mich dort sehr wohl gefühlt habe. Nach fünf Jahren war es an der Zeit für eine Veränderung und ich bin in die Demenz-Wohngemeinschaft in Basthorst gewechselt, wo ich 2024 die Teamleitung übernommen habe.“
Wenn Sie auf Ihre Ausbildung bei Zwick zurückblicken, was war gut und wo gab es Herausforderungen?
Felicia Schmidt: „Das ist schon eine Weile her, da muss ich wirklich nachdenken. In positiver Erinnerung ist mir auf jeden Fall die Unterstützung durch das Pflegeteam geblieben. Meine Kolleginnen und Kollegen waren sehr hilfsbereit, haben mir alles gezeigt und erklärt. Insbesondere Ronny Schmidt und Julia Zwick-Oppermann haben mich als PraxisanleiterInnen eng begleitet – damals gab es nur die beiden in der Praxisanleitung, heute ist das Team auf fünf PraxisanleiterInnen gewachsen.
Woran ich mich erinnere, ist, dass einige meiner MitschülerInnen auf der Pflegeschule bei ihren Arbeitgebern immer wieder einspringen mussten – während der Schulzeit und am Wochenende. Das war bei Zwick glücklicherweise anders, da konnte ich mich voll und ganz auf meine Ausbildung konzentrieren und wurde jederzeit unterstützt.“
Viel Freiraum zur Mitgestaltung und zur Entwicklung
Was zeichnet aus Ihrer Sicht den Pflegedienst Zwick aus?
Felicia Schmidt: „Der familiäre Umgang miteinander im gesamten Pflegedienst ist etwas Besonderes. Gegenseitige Unterstützung und Teamarbeit wird bei Zwick gelebt, das schätze ich als Mitarbeiterin und Teamleiterin.
Als ich meine Ausbildung begonnen habe, war Birgit Zwick, die Gründerin, noch in der Geschäftsführung aktiv. Ihre offene Art habe ich sehr geschätzt – aber das trifft gleichermaßen auf Daniel Zwick und Julia Zwick-Oppermann zu, die heute das Unternehmen leiten und auf eine kooperative Führung setzen, die uns als Team viel Freiraum zur Mitgestaltung bietet, aber natürlich auch Einsatz fordert. Das Schöne ist, dass egal welche Herausforderungen es gibt, zusammen finden wir immer eine Lösung.“
Wussten Sie nach Ihrer Ausbildung, dass Sie sich Richtung Teamleitung entwickeln möchten?
Felicia Schmidt: „Das hat sich ergeben. Meine ehemalige Teamleiterin in Basthorst wusste, dass sie ihren Job wechseln wird und hat mich direkt angesprochen, ob ich mir vorstellen könne, die Leitung zu übernehmen. Ich habe spontan weder zugesagt noch abgelehnt, da ich von der Anfrage überrascht war – in diese Richtung hatte ich bis dahin noch gar nicht gedacht.
Ich habe mir dann überlegt, wie ich mir meinen weiteren beruflichen Werdegang vorstelle. Nachdem ich mich dafür entschieden habe, war es mir wichtig, die Meinung des Teams zu erfahren. Ich habe zu diesem Zeitpunkt bereits einige Jahre in diesem Team gearbeitet, und für den Schritt von der Kollegin zur Vorgesetzten war mir die Unterstützung meiner Kolleginnen wichtig – und die habe ich bekommen. Nachdem Daniel Zwick und Julia Zwick-Oppermann als Geschäftsführung ebenfalls zugestimmt haben, habe ich 2024 die Teamleitung in Basthorst übernommen.“
Wie erleben Sie Ihre Rolle als Teamleiterin?
Felicia Schmidt: „Mein Team umfasst insgesamt 11 Mitarbeiterinnen, vom Alter her sind wir bunt gemischt von 30 bis Mitte 60. Die Erfahrungen und Erwartungen der einzelnen Teammitglieder sind entsprechend unterschiedlich.
An manchen Tagen ist diese Rolle durchaus ein Spagat. Ich bin Ansprechpartnerin für mein Team ebenso wie für die Angehörigen unserer MieterInnen, da kommen oft viele Fragen und Themen gleichzeitig auf mich zu, um die ich mich kümmern und die ich priorisieren muss. Teamleiterin zu sein ist eine anspruchsvolle und herausfordernde Aufgabe, aber ich habe diesen Schritt keinen Tag bereut. Es ist eine sehr schöne und erfüllende Aufgabe.
In unserer Demenz-WG ist der Umgang miteinander liebevoll und wertschätzend – das schließt unsere MieterInnen, ihre Angehörigen, aber auch das Team ein. In diesem Umfeld zu arbeiten macht mir Spaß!“
In die Teamleiterinnenrolle hineinwachsen – mit Coaching und Unterstützung
War der Schritt vom Teammitglied zur Teamleiterin eine große Veränderung für Sie?
Felicia Schmidt: „Ja, das war ein großer Schritt, durch den ich deutlich selbstbewusster geworden bin. Ich kann sagen, dass ich mit den Herausforderungen als Teamleiterin persönlich und fachlich gewachsen bin und mich weiterentwickelt habe – und dieser Entwicklungsprozess dauert immer noch an.
Was mir geholfen hat, in meine neue Rolle reinzufinden, war das regelmäßige Kommunikationstraining, das Zwick seinen Führungskräften bietet. Das Training wird von einem externen Kommunikationscoach durchgeführt und findet alle 2-3 Monate statt. Durch das Training habe ich mehr Sicherheit im Umgang mit meinem Team und mit Angehörigen gewonnen, insbesondere in schwierigen Situationen, und merke, dass ich dadurch immer besser in meine Führungsrolle reinwachse – das ist ein gutes Gefühl.“
Was sind für Sie die größten Herausforderungen in Ihrer Rolle als Teamleiterin?
Felicia Schmidt: „Dazu gehören vor allem die Mitarbeitergespräche. Viele meiner Mitarbeiterinnen waren zuvor meine Kolleginnen in Team, daher musste ich mich erst daran gewöhnen, ihnen als Führungskraft Feedback zu geben – vor allem, wenn es um kritische Punkte geht. Das war und ist ein Entwicklungsprozess, an dem ich weiterhin arbeiten werde, aber ich lerne gerne und habe Spaß daran, mich weiterzuentwickeln. Und bei Zwick bekomme ich dafür die Unterstützung, die ich brauche.“
Was raten Sie jungen Menschen, die überlegen, eine Ausbildung in der Pflege zu machen?
Felicia Schmidt: „Um herauszufinden, ob der Pflegeberuf zu einem passt, ist ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ideal – das habe ich selbst gemacht und ich kann es nur weiterempfehlen!“
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