Der Zwick Pflege-Blog

Ayleen Federow

Ausbildung in der Pflege: 3 Erfahrungsberichte (2)

Von der Auszubildenden zur Pflegefachkraft zum festen Teammitglied

Der Weg in die Pflege beginnt für viele mit einer Ausbildung zur Pflegefachkraft, doch danach sind die Möglichkeiten ebenso vielfältig wie die Werdegänge.

Im 1. Teil unserer Interviewreihe berichten wir über Inga Jäntges, die sich beim Pflege- und Beratungszentrum Zwick neben dem Qualitätsmanagement vor allem um die Auszubildenden im Rahmen der Praxisanleitung für die angehenden Pflegefachkräfte kümmert.

Im 2. Teil schildert Ayleen Federow ihren Ausbildungsstart zur Pflegefachkraft mit 17 Jahren und die Chancen und Herausforderungen im Laufe ihrer Ausbildung. Heute ist Ayleen festes Mitglied unseres ambulanten Pflegeteams und führt selbständig Pflegetouren durch.

Teil 2: Ayleen Federow, Pflegefachkraft im ambulanten Pflegedienst bei Zwick

Ayleen Federow hat ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft bei Zwick im Oktober 2022 begonnen. Zuvor hat sie ein Praktikum in den Demenz-Wohngemeinschaften absolviert, die Zwick als ambulanter Pflegedienst betreut.

„Für mich war früh klar, dass ich meinen beruflichen Weg in der Pflege starten werde.“

Warum haben Sie sich für eine Ausbildung in der Pflege entschieden?

Ayleen Federow: „Ich bin schon früh mit der Pflege in Berührung gekommen, da meine Oma meinen Opa gepflegt hat und ich ihr oft dabei zugesehen bzw. später geholfen habe. Meine Oma hat selbst in einer Pflegeeinrichtung gearbeitet, dort habe ich sie oft besucht und ihr bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut. Für mich war daher früh klar, dass ich meinen beruflichen Weg in der Pflege starten werde.“

Und warum die ambulante Pflege?

Ayleen Federow: „In der ambulanten Pflege habe ich als Pflegefachkraft relativ viel Flexibilität in Hinsicht auf meine Arbeitszeiten, da es keine starren Schichtpläne gibt.“

Was hat für Sie den Ausschlag gegeben, sich bei Zwick zu bewerben?

Ayleen Federow: „Als ich einen Ausbildungsplatz zur Pflegefachkraft gesucht habe, hatte ich einige Vorstellungsgespräche, aber bei Zwick hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl und habe mich direkt wohl gefühlt. Mein erstes Gespräch hatte ich mit Julia-Zwick Oppermann und Daniel Zwick, die als Geschäftsführung den Pflegedienst leiten – das war ein sehr gutes Gespräch, es hat einfach alles gepasst. Auch mein erster Eindruck von der Pflegedienstleitung und vom Pflegeteam war positiv und hat sich dann in den folgenden Monaten bestätigt. Meine Entscheidung für Zwick habe ich nie bereut, ich würde meinen Weg immer wieder so gehen.“

Hatten Sie Bedenken bzgl. einer Ausbildung in der Pflege? Und haben sich diese Bedenken bestätigt?

Ayleen Federow: „Ich war 17 Jahre, als ich die Ausbildung zur Pflegefachkraft begonnen habe und damit eine der jüngsten Auszubildenden in meinem Jahrgang. In der Schule gehörte ich nicht zu den besten Schülerinnen, daher hatte ich Bedenken, ob ich die Pflegeschule schaffen werde. Meine Befürchtungen haben sich aber zum Glück nicht bestätigt, ich bin mit allen Fächern gut klargekommen und habe bei Zwick immer Unterstützung erhalten, wenn ich Fragen oder Probleme hatte.“

Wie sieht ein klassischer Tag in der Ausbildung zur Pflegefachkraft bei Zwick aus?

Ayleen Federow: „Der Tag beginnt in der Regel zwischen 6 und 8 Uhr. Zu Beginn des Tages habe ich mich kurz mit der Pflegedienstleitung abgestimmt, welche Touren ich begleiten und welche Aufgaben ich dabei beobachten bzw. übernehmen soll, wie z.B. das Anziehen von Kompressionsstrümpfen, waschen, anziehen bis hin zur Wundversorgung.

In den ersten beiden Ausbildungsjahren zur Pflegefachkraft dürfen die Auszubildenden noch nicht viele Aufgaben selbständig machen, da geht es in erster Linie ums Beobachten, Zuschauen und Fragen stellen, um die eigenen Kenntnisse in der Pflege zu vertiefen. Im 3. Ausbildungsjahr durfte ich dann viele Aufgaben unter Anleitung übernehmen. Nach Beendigung der Pflegetouren habe ich mich mit unseren PraxisanleiterInnen ausgetauscht, meine Berichte geschrieben und wir haben besprochen, was gut gelaufen ist und welche Themen ich vertiefen sollte. Zwischen 14 und 15 Uhr habe ich dann meistens Feierabend gemacht.

Während meines Praxiseinsatzes in den Demenz-Wohngemeinschaften hat mein Dienst um 6 Uhr begonnen und um ca. 14 Uhr geendet. Die Wohngemeinschaften sind sehr unterschiedlich, aber die Pflegeteams sind in allen WGs sehr nett und hatten immer ein offenes Ohr für meine Fragen. Während meines Einsatzes dort habe ich in der Grundpflege, aber auch beim Kochen und Waschen unterstützt. An die Zeit in der Demenz-WG und die WG-BewohnerInnen habe ich viele schöne Erinnerungen.“

Praxisanleitung als wichtiger Wegbegleiter in der Ausbildung

Welche Praxiseinsätze hatten Sie im Rahmen ihrer Ausbildung? Und wie haben Sie diese erlebt?

Ayleen Federow: „Leider gibt es zu wenig Plätze in der Kinderpflege, daher habe ich meinen Einsatz in der Pädiatrie in einer Kita in Reinfeld absolviert, dort gab es ein Kind mit Trisomie 21, das ich mit betreut habe.

Während meines Einsatzes in der Akutpflege war ich in der Asklepios-Klinik, das war interessant, aber deutlich stressiger im Vergleich zu den anderen Einsätzen. Die Langzeitpflege habe ich im Haus am Kurpark absolviert, auch dieser Einsatz war deutlich stressiger im Vergleich zu den ambulanten Pflegetouren bei Zwick.

Meinen Einsatz in der Psychiatrie hätte ich in der Heinrich Sengelmann Klinik in Bargfeld-Stegen absolvieren können, ich habe mich aber für die Zwick Demenz-Wohngemeinschaften entschieden, diese kannte ich ja bereits durch mein Praktikum und ich habe meine Arbeit dort sehr gerne gemacht. Und den ambulanten Pflegeteil habe ich natürlich bei Zwick absolviert.“

Und wie haben Sie Ihre Zeit in der Pflegeschule erlebt?

Ayleen Federow: „In den Blöcken, in denen ich die Pflegeschule besucht habe, war der Schulstart morgens um 8:10 Uhr und Schulschluss um 14:55 Uhr. In der Schule haben wir die Themen intensiv besprochen und sie dann anschließend bei unseren Praxiseinsätzen vertieft. Je nach Thema waren die Tage mal mehr und mal weniger spannend.

Wir waren insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler in der Klasse und vom Alter her bunt gemischt: ich war die Jüngste in der Klasse, die älteste Mitschülerin war 49 Jahre. In der Pflegeschule war unsere Klasse sehr vielfältig aufgestellt, was für mich einerseits bereichernd, andererseits herausfordernd war, insbesondere im Hinblick auf die unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Voraussetzungen.

Dadurch habe ich gelernt, wie wichtig gegenseitiger Respekt und Sensibilität im Umgang miteinander ist. Im Laufe der Zeit sind wir als Klasse zusammengewachsen und ich habe es als Bereicherung gesehen, Menschen aus anderen Kulturkreisen mit ihren Geschichten und Erfahrungen kennenzulernen – das hat meinen Horizont erweitert.“

Welche Bedeutung hatte die Begleitung durch die PraxisanleiterInnen für Sie?

Ayleen Federow: „Ich hatte wirklich Glück mit meinen PraxisanleiterInnen bei Zwick, alle haben mich unterstützt und mir sehr geduldig Dinge erklärt, wie zum Beispiel das Blutdruck messen – damit habe ich mich anfangs schwergetan. Meine Praxisanleiterin hat es mir immer wieder gezeigt und mir dann ihr Stethoskop ausgeliehen, so dass ich zu Hause üben konnte. In meiner Ausbildung zur Pflegefachkraft hat die Praxisanleitung mir wichtigen Halt gegeben, dank ihr habe ich meine Ausbildung so gut geschafft.“

Pflege mit ausreichend Zeit – nicht nach Stoppuhr

Gab es Momente während der Ausbildung, in denen Sie an der Richtigkeit Ihres beruflichen Weges gezweifelt haben? Wie sind Sie damit umgegangen?

Ayleen Federow: „Es gab während meiner Ausbildung zur Pflegefachkraft einige stressige Stationen, in denen ich nur wenige oder kurze, gehetzte Pausen machen konnte. In diesen Phasen kam hinzu, dass die Praxisanleitung nicht so präsent wie bei Zwick war und mir diese Unterstützung im Pflegealltag gefehlt hat. All das hat mich kurzzeitig zweifeln lassen, ob die Ausbildung zur Pflegefachkraft zu mir passt, allerdings sind diese Phasen dann schnell vorbeigegangen und ich hatte meinen nächsten Einsatz bei Zwick, in dem ich mich sofort wieder wohlgefühlt habe.

Bei Zwick kann ich mir Zeit für die Pflege unsere Kunden nehmen und muss nicht nach Stoppuhr arbeiten, das ist leider nicht überall in der Pflege so. Ich würde die Ausbildung immer wieder machen – und auf jeden Fall bei Zwick.“

Gab es einen Moment, in dem Sie gemerkt haben, dass Sie in Ihrem Job und bei Zwick genau richtig sind?

Ayleen Federow: „Es gibt viele schöne Momente, die ich bei Zwick erlebt habe – dazu gehört die gemeinsame Freude im Team, als ich mein Examen bestanden habe. In meiner Ausbildung war es für mich außerdem eine wertvolle Erfahrung, dass ich bei Zwick mit meinen Problemen niemals allein gelassen werde. Die Atmosphäre ist sehr familiär und alle sind im Team füreinander da. Als ich in der Pflegeschule eine Situation hatte, die ich nicht lösen konnte, hat unsere Geschäftsführerin, Julia Zwick-Oppermann, direkt das Gespräch mit der Schulleitung gesucht und wir haben gemeinsam eine Lösung gefunden – das war ein gutes Gefühl!

Nach meiner Ausbildung war für mich klar, dass ich bei Zwick bleiben möchte, denn ich fühle mich hier sehr wohl und habe aus dem Team viele positive Rückmeldungen erhalten. Meine KollegInnen haben sich gefreut, dass ich nach meiner Ausbildung bei Zwick bleibe. Auch heute – nach Abschluss meiner Ausbildung – tauchen immer wieder Fragen auf und ich kann nach wie vor jederzeit meine KollegInnen ansprechen und fragen – darüber freue ich mich sehr.“

Was würden Sie jemandem raten, der noch unsicher ist, ob ein Job in der Pflege das Richtige ist?

Ayleen Federow: „Am besten kann man das in der Praxis testen, zum Beispiel durch ein Praktikum. Mein Tipp ist, das Praktikum möglichst in einer kleineren Einrichtung zu machen, da bekommt man am meisten mit. Mein Praktikum beim Pflege- und Beratungszentrum Zwick hat mir wertvolle Einblicke gegeben – danach war ich mir zu 100% sicher, dass die Ausbildung zur Pflegefachfrau genau das Richtige für mich ist. Durch das Praktikum hatte ich nicht nur die Möglichkeit, in den Pflegeberuf reinzuschnuppern, sondern konnte auch Geld für meinen Führerschein sparen, der in der ambulanten Pflege wichtig für mich ist.“

Lust auf weitere Einblicke in die Entwicklungsmöglichkeiten in unserem Pflegedienst?

Im 3. Teil berichtet Felicia Schmidt, wie ihre Ausbildung die Grundlage für ihren beruflichen Weg und ihre Karriere in der Pflege geschaffen hat. Heute leitet sie das Team in der Demenz-WG in Basthorst.

Möchtest Du Deine Ausbildung zur Pflegefachkraft bei Zwick starten?

Bewirb‘ Dich jetzt über unser Bewerbungsportal oder per E-Mail an bewerbung@pflegedienst-bargteheide.de – wir freuen uns auf Dich!

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